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Waldburg und Bodnegg erhalten den European Energy Award

Neben den beiden GVV Gemeinden wurden zwei Landkreise und 23 weitere Städte und Gemeinden mit dem European Energy Award ausgezeichnet.„Von Jahr zu Jahr sind mehr Kommunen im Land im Klimaschutz engagiert", stellte Minister Untersteller anlässlich der Preisverleihung fest. „Mittlerweile setzen 118 baden-württembergische Städte, Gemeinden und Landkreise weithin sichtbare und spürbare Zeichen für eine aktive Klimaschutzpolitik."


Was ist der EEA?
Der European Energy Award (eea) ist ein europäisches Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für umsetzungsorientierte Energie- und Klimaschutzpolitik in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Er ist prozessorientiert angelegt und dient der Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und der Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien.
Mittels einer systematischen Ist-Analyse bewertet die Kommune den Stand ihrer energie- und klimapolitischen Arbeiten und ermittelt eigene Stärken und Schwächen. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden relevante Maßnahmen identifiziert, geplant und umgesetzt. Das wichtigste Werkzeug des eea-Programms ist ein Maßnahmenkatalog, der die Bereiche Entwicklungsplanung/Raumordnung, kommunale Liegenschaften, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation und Kommunikation/Kooperation beinhaltet. Die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs wird in Waldburg vom Energieteam der Gemeinde, der eea-Beraterin Frau Cremer (Energieagentur Ravensburg) und der Klimaschutzmanagerin Frau Tonoli (GVV Gullen) realisiert. In Bodnegg existiert auch ein Energieteam auf Verwaltungsebene. Dieses steht im engen Kontakt zum Arbeitskreis Energie und Umwelt, der sich aus Gemeinderäten und aktiven Bürgern zusammensetzt. Auch in Bodnegg ist Carmen Cremer unterstützend als eea-Beraterin tätig
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gewährt den Teilnehmern am European Energy Award einen Zuschuss von 10.000 Euro. Zudem können eea-Kommunen im Rahmen des Programms Klimaschutz-Plus einen höheren Fördersatz für investive Maßnahmen in Anspruch nehmen.

Engagement geht weiter
„Nach dem Award ist vor dem Award", sagte Frau Cremer. Die energiepolitische Arbeit der Gemeinden wird ambitioniert weitergeführt, denn in vier Jahren muss die Auszeichnung erneuert werden. Langfristig gilt es, den Gold-Standard anzustreben. Dieser wird einer Kommune verliehen, wenn es aufgrund ihrer besonders erfolgreichen Energiepolitik gelingt, 75 Prozent der möglichen Punkte zu erreichen.

 

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