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Bürgerbefragung zum Thema Carsharing und Bürgerbusse

Was bedeutet Carsharing?

Carsharing heißt übersetzt „Autoteilen" und bedeutet, dass Sie ein Auto nutzen können, ohne selbst Eigentümer sein zu müssen. Darin sehen viele Nutzerinnen und Nutzer vor allem einen finanziellen Vorteil, denn man zahlt für das Autofahren wirklich nur dann, wenn man das Auto tatsächlich braucht (in Form einer Zeit- und/oder Kilometerpauschale). Kosten für Versicherung, Steuer, Wartung und Reparatur des Wagens entfallen. Carsharing lohnt sich vor allem für Menschen, die nicht täglich auf ein eigenes Auto angewiesen sind (z.B.: zum Pendeln) und jährlich weniger als 10.000 km mit dem eigenen Pkw fahren. Auch als Ersatz für den Zweitwagen kann Carsharing die günstigere Alternative sein, wenn dieser nur selten zum Einsatz kommt. Carsharing wird mittlerweile von 1,2 Millionen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland genutzt, die die Vorteile eines Autos zu schätzen wissen, aber nicht unbedingt selbst Eigentümer sein wollen oder müssen.

Und Bürgerbusse?

Bei Bürgerbussen handelt es sich um ein alternatives Mobilitätsangebot, das vor allem für den ländlichen Raum interessant sein kann. Das Prinzip ist einfach: Ehrenamtlich organisierte Fahrdienste ermöglichen den Menschen in einer Gemeinde die Anbindung an den Zentralort (gegen Beförderungsentgelt). Bürgerbusse sind vor allem für Menschen, die schlecht zu Fuß sind, kein Führerschein oder Auto besitzen (oder dies nicht mehr nutzen können/wollen) interessant.
Ein Bürgerbusangebot kann sehr unterschiedlich gestaltet sein. Es gibt Busse, die täglich zu festen Zeiten an festen Haltestellen verkehren. In anderen Gemeinden wird bspw. einmal wöchentlich ein Bürgerbus angeboten, der vorher telefonisch bestellt werden muss.
Sie sehen: Es sind verschiedene Konzepte denkbar und nicht alle gleich sinnvoll. Ein Bürgerbus muss den Bedürfnissen und Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.

Ergebnisse liegen vor

Die Auswertung der Fragebogen wurde von den DHBW Studentinnen Sandra Kretz und Sonja Miller vorgenommen. Diese stellten die Ergebnisse anschaulich in ihrer Studienarbeit: "Potentialanalyse zu alternativen Mobilitätsangeboten im ländlichen Raum" dar und gaben Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Themen in den Gemeinden. Die beiden Studentinnen präsentierten ihre Ergebnisse außerdem am Montag, 10.07.2017 während der Sitzung des GVV Mobilitätsarbeitskreises. Aus der Umfrage wurde ersichtlich, dass sowohl an Carsharing, als auch an der Etablierung von ehrenamtlichen Bürgerbusfahrten, durchaus Interesse besteht. Das Thema Carsharing wird nun auch von den Verwaltungsspitzen aufgegriffen. Ein erstes Abstimmungsgespräch mit dem örtlichen Carsharing Anbieter OberSchwabenMobil e.V. findet nach der Sommerpause statt. "Wichtig ist natürlich, dass das Ganze in ein gutes Konzept integriert ist und gut kommuniziert wird", meint die Klimaschutzmanagerin. Außerdem entscheidend: Der richtige Standort des Fahrzeuges und die Tarifgestaltung.

In Bodnegg arbeitet eine kleine Arbeitsgruppe bereits intensiv an der Realisierung eines Bürgerbusprojektes. Interessierte ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer aus Bodnegg sind herzlich zu einem Informationsabend am 26.Oktober 2017 um 19:30 Uhr in den Sitzungssaal des Bodnegger Rathauses eingeladen. Dort sollen Fragen geklärt aber auch die Planungen konkretisiert werden, damit das Bürgerbusprojekt möglichst bald losstarten kann. Anmeldungen zur Veranstaltung nimmt Corinna Tonoli per Mail oder Telefon entgegen.

Sie wollen die Ergebnisse der Bürgerbefragung ansehen? Die Studienarbeit sowie eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse je Gemeinde stehen Ihnen hier zum Download bereit.

Studienarbeit: Potentialanalyse zu alternativen Mobilitätsangeboten im ländlichen Raum von Sonja Miller und Sandra Kretz

Zusammenfassung Ergebnisse Grünkraut

Zusammenfassung Ergebnisse Bodnegg

Zusammenfassung Ergebnisse Schlier

Zusammenfassung Ergebnisse Waldburg

 

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